Schniechys Homepage - Einkaufen


Geschichten

Wie das Leben so spielt. Da kommt die Frau am Morgen an und meint: "Es kommt ein langes Wochenende, wir müssen mal eben Einkaufen fahren."
Gut, also steige ich so gegen 14:00 Uhr mit ihr ins Auto und wir fahren ins erste Geschäft. Auf dem Einkaufszettel kann ich genau lesen, Milch, Brot und Käse. Ich bin schon fast am jubeln, es sind nur drei Dinge, der Einkauf könnte ja weniger als eine Stunde dauern.
In so einem Fall bleibt mein Puls natürlich unter 100 Schläge.

Nachdem sich der Einkaufswagen mit nun mehr als die drei aufgelisteten Artikel füllt, fange ich etwas an zu schmunzeln, aber ich bleibe noch ganz Cool.
So, an der Kasse angekommen stelle ich fest, dass nur zwei der drei Teile im Einkaufswagen waren und nun auf dem Band liegen, obwohl das 2,5m lange Band voll ist. Ich befürchte schlimmes. „Wir müssen nochmal eben zu ... (aus schleichwerbetechnischen Gründen nenne ich den Namen nicht)". Also gut! Nochmal durch 4 Gänge schleichen, alles in die Hand nehmen, schauen, was auf der Verpackung steht, für ganz toll befinden, auf den Preis schauen und dann doch für zu teuer befinden und wieder weglegen.

OK, nun war auch der letzte Artikel auf der sehr kurzen Einkaufsliste in unserem wieder mal vollem Einkaufskorb. „So nun müssen wir noch ein Bluetooth Headset fürs Handy und Getränke kaufen."
Mein Puls, der sich beim zweiten Schlangestehen an der Kasse schon auf 120 Schläge erhöht hatte, schnellt jetzt nochmal um 30 Schläge nach oben. Im Gegenzug senken sich meine Mundwinkel steil nach unten.
Nun da mittlerweile schlappe zwei Stunden vergangen sind, haben wir auch schon das Headset erstanden. Auf dem Heimweg, geht es dann nur noch am Getränkehandel vorbei. „Schaaaaaatz, das Mineralwasser ist im Angebot, sollen wir da ein paar Kisten mehr mitnehmen?" Mittlerweile voll entnervt, ist mir alles egal und ich packe zu meiner wohl verdienten Kiste Bier schlappe fünf Kisten Wasser dazu. „Och, ich dachte wir nehmen sechs Kisten mit, bei dem Preis" - „NEIN!"
Zu dieser sehr kurzen und unfreundlichen Antwort sah ich mich dann doch gezwungen, um dem ganzen Elend, ein Ende zu setzen, nachdem sie mich auch bei der Kiste Bier ungefähr einhundert Mal gefragt hat, ob ich nicht diese oder jene andere Sorte mal probieren wolle.

Nach schlappen drei Stunden und zwanzig Minuten habe ich es dann endlich geschafft. Ich bin wieder vor der Haustür. Nun geht es daran, diese paar Sachen (ich rufe nochmal zwei volle Einkaufswagen, fünf Kisten Wasser und eine Kiste Bier in Erinnerung) in den zweiten Stock zu transportieren.
Da ich kein Harry Potter bin und sich der Einkauf nicht von alleine transportiert, war dann noch eine kleine Schlepporgie dran. Aber ich habe es dann doch noch unter vier Stunden geschafft und das für drei Artikel auf dem Einkaufszettel.